7. Rheinisches Infanterie-Regiment Nr. 69
Geschichte des Regiments aus Trier seit der Gründung 1860 

 

Nach dem Weltkrieg

  • Am 24.04.1919 wurde das 7. Rheinische Infanterie-Regiment in Aschendorf aufgelöst. Durch Freiwillige wurde 1919 eine Sicherheitskompanie aufgestellt, die später vom Freiwilligen-Bataillon Rheinland übernommen wurde. Im Juni 1919 erfolgte die Eingliederung in die über planmäßige Reichswehr-Abteilung Rheinland, die ab 01.10.1919 zum III. Bataillon des Reichswehr-Regiments 19 wurde.

Quellen: Robert Freiherr v. Schroetter; Geschichte des 7. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 69; 1860 - 1913; 3 Bildtafeln, 1 Marschkarte, 8 Textskizzen, 166 Seiten; Verlag Mittler, Berlin 1913

 

Traditionspflege

Reichsverband (Reichsbund) ehemaliger 69er

und der

Bund der Offiziere, Sanitätsoffiziere und oberen Beamten des 7. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 69

  • Am 20.06.1908 gründete sich der Reichsverband ehemaliger 69er in dem sich die Frontkameraden vereinigten und pflegten in der Nachkriegszeit die ruhmreiche Tradition ihres stolzen Regiments. Kurz nach Gründung zählte der Verein 140 Mitglieder. Von 1909 an waren die jeweiligen Kommandeure des Regiments Ehrenvorsitzende des Vereins. 
  • Vom 08. bis 10.07.1910 feierte das Regiment sein 50-jähriges Jubiläum in Trier. (zusätzliche Quelle: Gedenkschrift zur Feier des 7. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 69]; Trier 1910.)
  • Am 08.10.1911 fand die Fahnenweihe des Vereins auf dem Domfreihof in Trier statt. Der Verein zählte 206 Mitglieder.
  • Am 04.04.1919 wurde beschlossen einen Bund der Offiziere zu gründen. Nach einer Versammlung am 01.08.1920 wurde am 09.08.1920 der gegründete „Bund der Offiziere, Sanitätsoffiziere und oberen Beamten des 7. Rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 69“ in das Vereinsregister in Berlin eingetragen und fungierte als Hauptverein.  Nach der Gründung vieler Ortsgruppen wurden alle Vereine in dem Reichsbund ehemaliger 69er zusammen organisiert.
  • Der Vorstand bestand bei Gründung aus:
                         Schriftführer: Hauptmann d. R. Voigt;
                         1. und 2. Kassierer: Oberst Kutzbach, Leutnant d. R. Hieronim;
                         1. bis 3. Beisitzer: Oberstleutnant Schimmelpfeng, Hauptmann d. R. De la Fontaine, Major Küpper;
                         Beisitzer für Aachen: Stabsarzt d. R. Dr. Rüland;
                         Beisitzer für Düsseldorf: Leutnant d. R. Schriever;
                         Beisitzer für Bonn: Leutnant d. R. Commes;
                         Beisitzer für Trier: Major Schlemming

Die Organisation des Reichsbundes:

Mitglieder des Offizierbundes: 

Alle ehemaligen Offiziere, Sanitätsoffiziere und oberen Beamten des aktiven und Beurlaubtenstandes (einschl. Feldwebelleutnant, Offizier- und obere Beamtenstellvertreter) sofern sie sie Beiträge bezahlten.

Mitglieder des Reichsbundes:

- die Mitglieder des Offizierbundes

- alle Zeitungsbezieher sofern sie dem Regiment oder einer seiner Kriegsformation angehört haben.

- alle ehem. 69er sofern sie Mitglieder einer Ortsgruppe waren.

Außerordentliche Mitglieder konnten werden, die Angehörigen der ordentlichen Mitglieder.

Der Vorstand des Reichsbundes bestand aus dem Vorstand des Offizierbundes und den Vorständen der Ortsgruppen.


  • Der Verein organisierte die Regimentstreffen und gab die Regimentszeitung raus. Die Regimentszeitung erschien bis 1938. Danach endet die Veröffentlichung. 1941 wurde der Versuch einer Fortführung gemacht, die anscheinend scheiterte.
  • 1930 wechselte der Sitz endgültig nach

Trier

  • Während der Besetzung Triers durch die Amerikaner, nahm die Vereinstätigkeit ungehemmten Fortgang. Am 11.01.1922, nachdem die Franzosen die Besetzung in Trier übernommen hatten, musste der Verein ehemaliger 69er in dem französisch besetztem Gebiet auf Anordnung der Rheinlandkommission aufgelöst werden.
  • Auf dem Regimentsapell aller ehemaliger 69er in Bonn am 31.07. und 01.08.1926 wurde der letzte Kommandeur der 69er, Oberst Kutzbach zum Bundesvorsitzenden gewählt.Generalleutnant von Wurmb wird Ehrenführer.
  • Am 27.6.1930 erfolgte die Räumung der Garnison von der Besatzung und es wurde am 3.7.1930 die Neugründung beschlossen, der mehr als 100 Mitglieder sofort folgten.
  • Vom 04-05.10.1930 veranstalte der Verein eine Wiedersehensfeier mit Denkmalweihe in Trier, zugleich als Gedenktag der vor 70 Jahren erfolgten Regimentsgründung. (zusätzliche Quelle: Reichsbund ehem. 69er: Festschrift zur Wiedersehensfeier am 4-5. Okt. 1930, Paulinus Druckerei, Trier.)
  • Nach dem Tod von Oberst Kutzbach am 02.03.1932 übernahm der Major a. D Braun das Amt des Bundesvorsitzenden.
  • Am 29.-30.06.1935 fand in Trier eine Wiedersehensfeier und das 75jährige Stiftungsfest des Regiments sowie die Sitzung des Bundes der Offiziere statt.
  • Am 06.-07.08.1938 fand eine 69er Tagung in Trier statt. Gleichzeitig feierte das Schwesterregiment IR 29 sein 125-jähriges Bestehen an dem die 69er Teil nahmen.
  • 1941 ist der Leutnant der Landwehr Alexander Knapp stellvertretender Traditionsverbandsvorsitzender. Im Laufe des Jahres übernimmt er das Amt des Bundesvorsitzenden.

 

Die Bilder zeigen das Abzeichen des Regimentstages 1930, die Festschrift und ein Foto des Treffens. Im Ausschnitt ist zu erkennen, dass verschiedene Teilnehmer das Regimentsemblem und das Veranstaltungsabzeichen tragen.

 

Ab 1920 gründeten sich mehrere Vereine ehemaliger 69er in unterschiedlichen Orten. 

Die Ortsgruppen trafen sich meist einmal monatlich. Nur einige wichtige Treffen sind hier genannt.  

 

Es bestanden im Reichsverband folgende Ortsgruppen: 

Aachen

  • Am 16.08.1932 fand eine Versammlung im Lokal des Kameraden Ortmanns (4/69, 1903-05) in Schaufenberg statt.
  • In der Versammlung am 18.08.1932 wurde die Anschaffung eines Vereinsabzeichens beschlossen und der alte Vorstand wiedergewählt.

         Dieser gliedert sich wie folgt:

         1. und 2.  Vorsitzender: Johann Schweitzer, H. Schäfer;

         1. und 2. Schriftführer: H. Hillandt, C. Redding;

         1. und 2. Kassierer: H. Ibald, A. Freude (sämtlich aus Aachen);

         Beisitzer: Pfarrer Leo Wiggers aus Lommersdorf, Heinrich Christe, Johann Jennes, Franz Brehm, Michael Melchior, Heinrich Boek.

  • Auf dem Regimentstag in Bonn am 01.-03.07.1933 fand durch Kaplan König die Fahnenweihe der Ortsgruppe statt.
  • 1938 fanden die monatlichen Treffen im Hotel Reichshof statt.

 

Altenkirchen

Andernach

  • Am 20.07.1930 wurde die Gründung einer Ortsgruppe beschlossen.
  • Anfang 1931 hatte der Verein 57 Mitglieder, davon 3 Ehrenmitglieder. Diese waren Oberst Kutzbach und die Kriegsveteranen von 70/71 Josef Seiwert, Andernach und Peter Leber, Plaidt.
  • Am 02.08.1931 feierte die Ortsgruppe Andernach das Fest der Fahnenweihe. Josef Goeethe sprach begeisternd einen von Peter Spitzley aus Andernach verfassten markigen Festprolog „An der Fahne der 69er“.
  • 1933 bestand der Vorstand aus:

                     1. und 2.  Vorsitzender: Kamerad Josef Kleinz (Rendant i. R.), Kam. Alois Mosen;

                     1. und 2. Schriftführer: Kam. Josef Krämer (Reichsbahn-Assistent), Kam. Johann Kleinz;

                     1. und 2. Kassierer: Kam. Wilhelm Netz (Oberpostschaffner), Kam. Johann Fuchs;

                     1. und 2. Beisitzer: Anton Schneider (sämtlich aus Andernach), Anton Distelrath aus Miesenheim.

  • Am 17.05.1933 starb das Ehrenmitglied Peter Adam Leber, Bäckermeister i. R., letzter Kriegsveteran aus Plaidt des Krieges 1870/71.

 

Berlin

  • Am 01.03.1924 gründete sich der „Verein ehemaliger 69er in Berlin“. Vorsitzender wurde Major a. D. Hündle.
  • 1925 zählte der Verein rund 40 Mitglieder.
  • Ab März 1934, nach dem Wechsel des Vereinslokals, erschienen 18 Kameraden statt bisher 6 das monatliche Treffen.
  • 1938 fanden die monatlichen Treffen im Restaurant "Zum Hähnel" statt.

 

 

Bonn (Bad Godesberg, Honnef)

  • Am 31.07. und 01.08.1926 fand in Bonn ein Regimentsapell aller ehemaliger 69er in Bonn statt zu dem über 4000 Kameraden erschienen. Es fand eine Ehrung am Ernst Moritz Arndt Denkmal und anschließenden Feierlichkeiten auf der Insel Grafenwerth statt. 
  • Personen und Fotos!
  • Am 04./05.08.1928 fand in Honnef die Tagung des Offiziersbundes des IR 69 statt.
  • Am 15.01.1930 fand in Bonn die Jahreshauptversammlung des „Vereins ehemaliger 69er Bonn“ statt. Es folgten 23. Mitglieder.
  • Der kühne und erfolgreiche Kunst- und Rückenflieger sowie Sohn des 1. Vorsitzenden wurde von der Ortsgruppe zum Ehrenmitglied ernannt.
  • Am 18.01.1930 veranstaltete der Verein zusammen mit dem Kreiskriegerverband einen vaterländischen Abend.
  • Am 01.07.1933 fand in Bonn der Regimentstag und die Offiziersversammlung des Bundes ehemaliger 69er statt. Anwesend waren der Bundesführer Major a. D. Braun, Oberst a. D. Stud, Apel, Mennecke, Linz, Günnewig, Dr. Eichelbaum-Windhäuser, Reul, Schünkert, Langenberg, Schommer, Kuß, Püllen, Hammer, Knapp, Dr. Schuster, Hoff, Merrel und Schlösser. Dabei fand die Grundsteinlegung für das Denkmal des Reserve Infanterie-Regiments Nr. 69 statt.
  • Am 30.06. und 01.07.1934 fand in Bad Godesberg die Bundestagung des Vereins statt.
  • 1938 fanden die monatlichen Treffen im Restaurant Graf statt.

 

Brohltal

  • 1932 war die Gründung einer Ortsgruppe geplant.

 

Cassel (Wohnort von Oberst v. Wurmb, keine Ortsgruppe)

  • Am 07.08.1921 fand in Cassel der 2. Regimentstag mit Jahreshauptversammlung des Offiziersbundes statt.
  • Am 11.08.1923 fand in Cassel der 3. Regimentstag mit Jahreshauptversammlung des Offiziersbundes statt.

 

 

Düsseldorf

  • Im Januar-Februar 1927 gründete sich der „Verein ehemaliger 69er Düsseldorf.“ Vorsitzender wurde der Kamerad Kolbe.
  • Am 30.07. bis 01.08.1927 fand in Düsseldorf der 6. Regimentstag mit Jahreshauptversammlung des Offiziersbundes statt.
  • Am 5.01.1929 feierte der „Verein ehemaliger 69er Düsseldorf“ sein zweites Stiftungsfest und zugleich seine Fahnenweihe.
  • Am 01.02.1930 feierte der Verein sein drittes Stiftungsfest im Vereinslokal „Münchener Hof“.  Ehrengast war Exzellenz General der Infanterie Dieffenbach.

 

Düren

  • 1938 legt der bisherige Führer der Kameradschaft Bürgermeister i. R. Hoff  sein Amt nieder. Nachfolger wird sein Stellvertreter Stadtinspektor Pallenberg. Die junge Kameradschaft hatte derzeit 60 Mitglieder.
  • 1938 fanden die monatlichen Treffen in der Gastwirtschaft de Groot in der Jesuitengasse statt.

 

 

Gladbach - Rheydt

  • Der Verein existierte schon einige Jahre, lebte aber erst nach dem Abzug der Franzosen aus Trier, durch die Initiative des Kameraden Brustmann richtig auf.
  • Durch die große Arbeitslosigkeit im hiesigen Bergwerk waren viele Mitglieder vom Beitrag befreit.
  • Am 06.09.1930 fand eine Versammlung der Ortsgruppe beim Kameraden Otten in Odenkirchen statt, bei der 35 Kameraden erschienen. 2. Vorsitzender wurde Kamerad Ulbrich.
  • Am 11.04.1931 fand eine weitere Versammlung statt.
  • 1938 fanden die monatlichen Treffen im Restaurant Jussen in Rheydt und in der Gaststätte Karl Kaiser in Gladbach statt.

 

Hamburg

  • Mit geplanter Gründung eines Vereins trafen sich am 19.11.1929 ehemalige 69er in Hamburg.

 

Hameln (Garnison der Traditionskompanie, keine Ortsgruppe)

  • Am 28.09.1924 fand in Hameln der 4. Regimentstag mit Jahreshauptversammlung des Offiziersbundes statt.
  • Am 01./02.08.1925 fand in Hameln der 5. Regimentstag mit Jahreshauptversammlung des Offiziersbundes statt.
  • Am 17./18.08.1929 fand in Hameln der Regimentstag mit Einweihung des Gedenksteins für die Gefallenen der Traditions-Kompanie 9. Inf. Regt. 18 statt.

 

Heinsberg

  • Am 14.03.1931 fand eine Versammlung der Ortsgruppe im Gasthof des Kameraden Josef Heffels zu Oberbuch statt.

 

Heppingen (Ruhr)

  • 1930 ist die Ortsgruppe in der Bildung.

 

Koblenz

  • Der Verein zählte 1930 neun Personen im Vorstand. Vorsitzender war Eisenbahn-Sekretär Johann Roth.
  • 1932 bestand der Vorstand aus:

                         1. und 2.  Vorsitzender: Johann Roth (Eisenbahn-Sekretär), Friedrich Lauter (Schneidermeister);

                         1. und 2. Schriftführer:  Franz Pütz (Reg.-Insp.), Johann Kroneswald (Arbeiter);

                         1. und 2. Kassierer: Johann Kranz (Malermeister), Josef Vonderheid (Kaufmann)

                         1. und 2. Beisitzer: Franz Klöckner (Landwirt), Anton Straub (Buchdrucker) - sämtlich aus Koblenz

  • 1932 fanden 7 Mitgliederversammlungen in Koblenz statt. Am Jahresanfang hatte der Verein 84, am Jahresende 64 Mitglieder.

 

Köln

  • Am 30.10.1927 feierte der „Verein ehemaliger 69er zu Köln“ sein 30. Stiftungsfest.
  • Zum Jahresende 1929 hatte der Verein 43 Mitglieder.
  • Am 02-03.07.1932 fand eine Zusammenkunft der 69er verbunden mit der Bundestagung und des 35. Stiftungsfest der Ortsgruppe Köln, der Bundestagung des Offiziersbundes und des Reichsbundes statt. Hier übernahm der Major a. D. Braun das Amt des Bundesvorsitzenden.
  • 1933 gedachte die Ortsgruppe in einer schlichten aber eindrucksvollen Trauerfeier ihren Toten.
  • Am 04.-05.09.1937 fand in Köln der Regimentstag und das 40-jährige Stiftungsfest der Ortsgruppe statt.

 

Kreuznach

  • Die Ortsgruppe traf sich jeden Donnerstag im kleinen Felsenkeller. Im Vorstand waren 1931 der Vorsitzende Justizrentmeister i R. Leutnant d. L. Kuß, und der Schriftführer Kaufmann Philipp Stumpf.
  • 04.-05.07.1931 nahm am Reichsverbandstag in Trier teil.
  • Am 19.07.1931 fand eine Versammlung beim Kameraden Val. Pithan statt.

 

Mayen

  • 1911 wurde der Verein ehemaliger 69er in Mayen gegründet. Vor dem Kriege und währenddessen führte der Vorsitz der Kamerad Georg Bell. Während der französischen Besetzung ruhte der Verein. 
  • Am 02.02.1930 fand eine Generalversammlung statt. Es ließen sich 36 Kameraden bei der Neugründung aufnehmen, Die Mitglieder stiegen schnell auf über 100.
  • Am 08.03.1931 fand die Jahreshauptversammlung des Vereins beim Kameraden Johann Josef Diedenhofen ("Römerwirt", "Zum Römer", Marktstr. 54) statt. Vorsitzender war der Kamerad Peter Hillesheim (Maurer, Bachstr. 53), 1. Schriftführer Kamerad Johann Gerner (Steuer-Assistent, 11/69, Eichstr. 22). Kamerad Georg Bell (Privatmann, Wittbenderstr. 43) und Kamerad Wilhelm Eifler (Rentner, Kelbergerstr. 30) wurden zum Ehrenmitglied ernannt.
  • Anfang 1933 besteht die Ortsgruppe aus 152 Mitgliedern.
  • Am 03-04.07.1936 fand in Mayen ein Regimentsappell der ehemaligen 69er mit Denkmalweihe und Silberjubiläum der Mayener Kameradschaft statt. Besonders waren durch den Bundesvorsitzenden Braun zu begrüßen, die Ehrenmitglieder Clemens Knauff (letzter lebender Veteran von 1870/71 aus Mayen, Wilhelm Eifler, Fritz Colmie sowie die Mitglieder Philip Anschau, Peter Schneider, Johann Fischer, Johann Meurer, Anton Schlaf, Peter Thomas, Peter Hillesheim, Johann Geisbüsch, Fritz Varoqier, Peter Kraus und Peter Chaplar.

 

Neuwied

  • Am 02.03.1930 fand in Segendorf bei Neuwied ein Treffen ehemaliger 69er mit Ehrung der Gefallenen statt. Es wurde kein Verein gegründet, einigte sich aber auf weitere Tuchfühlung. Bei dem Treffen wurden Anstecker in Form der Achselklappe ausgegeben.
  • Am 28.07.1931 fand ein Sommerappel der ehemaligen 69er in Neuwied statt. Es wurde die Gründung einer Ortsgruppe beschlossen.
  • Im Sommer 1932 wurde eine Ortsgruppe gegründet. Es fand ebenfalls eine Fahnenweihe statt.

 

Saarbrücken (Saar) - Saarlouis

  • 1928 gründete sich der „Verein ehemaliger 69er Saarbrücken“. Vorsitzender wurde Polizeiamtmann Becker aus Brebach. Der Verein zählte bei der Gründung 16 Mitglieder.
  • Am 19.01.1931 fand ein Treffen der ehemaligen 69er in Saarbrücken und Umgebung statt.

 

Wissen

  • Am 28.10.1929 wurde der Versuch gemacht, eine Ortsgruppe zu gründen.
  • Am 19.01.1930 fand die erste Vorstandssitzung statt.

 

Eingliederung in den NS-Reichskriegerbund (Kyffhäuserbund) 

Der Führer Adolf Hitler ordnete an, dass alle Bünde ausgeschiedener Soldaten aufhören als selbstständige Bünde zu bestehen. Die Umgliederung musste bis zum 30.09.1938 durchgeführt sein. Die ehem. 69er traten ab dort auf offiziellen Veranstaltungen, nur noch in der Uniform des NS- Reichskriegerbundes in Erscheinung.

Regelmäßige Treffen ehemaliger 69er (meist einmal im Monat) fanden nun im Rahmen des Reichskriegerbundes in folgenden Kameradschaften statt:

Aachen, Andernach, Berlin, Bonn, Düren, Düsseldorf, Euskirchen, Heinsberg, Hönningen, Jülich, Bad Godesberg, Koblenz, Köln, Krefeld, M. Gladbach, Mayen, Neuß. Neuwied, Rheydt, Saarbrücken, und Trier.

 

Quellen: Robert Freiherr v. Schroetter; Geschichte des 7. Rheinischen Infanterieregiments Nr. 69; 1860 - 1913; 3 Bildtafeln, 1 Marschkarte, 8 Textskizzen, 166 Seiten; Verlag Mittler, Berlin 1913.

Reichsbund ehem. 69er: Unser Regiment, das 7. Rheinische Infanterie-Regiment Nr. 69, Blätter des Ruhmes und der Erinnerung Nr.1-1921 bis Nr.59-1938, Bad Godesberg und Manuskripte bis 1942. 

 

Traditionsübernahme 

Am 24.08.1921 übernahm die 9. Kompanie des 18. Infanterie-Regiments der Reichswehr die Tradition der 69er. Ihre Garnison war Hameln.

Am 31.10.1937 wurde von dem Infanterie-Regiment Nr. 105 in Trier seitens der neu erstandenen Wehrmacht die Tradition des ehemaligen Infanterie Regiments Nr. 69 feierlich übernommen.

Um 1938 pflegte das (Grenz-)Infanterie-Regiment Nr. 124 die Tradition des Regiments.

 

Quellen: Robert Freiherr v. Schroetter; Geschichte des 7. Rheinischen Infanterieregiments Nr. 69; 1860 - 1913; 3 Bildtafeln, 1 Marschkarte, 8 Textskizzen, 166 Seiten; Verlag Mittler, Berlin 1913.

Reichsbund ehem. 69er: Unser Regiment, das 7. Rheinische Infanterie-Regiment Nr. 69, Blätter des Ruhmes und der Erinnerung Nr.1-1921 bis Nr.59-1938, Bad Godesberg.