7. Rheinisches Infanterie-Regiment Nr. 69
Geschichte des Regiments aus Trier seit der Gründung 1860 

 

Das ehemalige Kriegerehrenmal in Trier

 

 Ehemaliges Kriegerehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges (1914-1918)

  • 1929 schrieb die Stadt Trier einen Wettbewerb zur Gestaltung eines Kriegerdenkmals aus. Die Ausschreibung erschien im Zentralblatt der Bauverwaltung, Band 49. Das Ergebnis wurde als Beilage der deutschen Bauzeitung Nr. 16 am 22.02.1930 veröffentlicht.

 

Das 8-köpfige Preisgericht, bestand aus:

 

  • Oberbürgermeister Dr. Heinrich Weitz, Trier;  
  • Prof. Dr. h. c. Hugo Lederer, Berlin;  
  • Arch. BDA Prof. Karl Wach, Düsseldorf;  
  • Oberbaurat Konrad Rühl, Düsseldorf;  
  • Arch. BDA Dombaumeister Julius Wirtz, Trier;  
  • Baurat Friedrich Kutzbach, Trier;  
  • Stadtbaumeister Zimmermann, Trier;
  • Beigeordneter Schmidt, Trier

 


  • Sie kürten aus den 30 Einsendern den Architekt Nobis aus Saarbrücken mit dem 1. Platz, der einen in die Böschung des Moseldammes hineinreichenden halbrunden Aufbau vorsah, auf dessen sich zur Mosel eine Säule befand auf der sich unter anderem die Worte „Tapfer und Treu“ befanden. Darauf streckte sich St. Georg als Drachentöter. Zum Hospitalhof hin, befand sich ein Ehrenhof, an dessen beiden Seiten Gedenksteine der Trierer Regimenter des 1. Weltkrieges standen. Die Begründung der Jury lautete: „Der Entwurf löst durch die gewählte Stellung des Denkmals die Verbindung der in der Örtlichkeit gegebenen Momente: Hospital, Mariensäule, Mosel und Promenade. Die Aufstellung der Gedenksteine in Verbindung mit den Pappeln ist außerordentlich stimmungsvoll. Einmal das Herauswachsen der Architektur aus der Mosel, das andere Mal der Übergang der Architektur in die plastische Bekrönung ist gut gelöst und fein empfunden.“  

 


  • Die offizielle Einweihung des Denkmals war am 05.07.1930, jedoch hielten Regimenter einzeln noch eine Gedenkfeier am jeweiligen Regimentskreuz ab.
  • So unter anderem das 7. Rheinische Infanterie Regiment Nr. 69 am 05.10.1930. Die Feierlichkeiten fanden auf einer Bühne auf dem Palastplatz statt. Anschließend zogen die ehemaligen Angehörigen des Regiments im Parademarsch in Zugkolonne vor den Fahnen des Feldregiments im Festzug zum neuen Denkmal. Nach der Gefallenenehrung mit Kranzniederlage am Regimentsstein erfolgte die Weihe des Gedenksteins.

 

 


  • Kurz nach der Einweihung stellte sich heraus, dass das Denkmal bautechnische Mängel hatte. Aufgrund eines unzureichenden Fundaments traten bald Risse auf und die Statik war gefährdet. Aus diesem Grund und weil die Trierer Bevölkerung geteilter Meinung über den Künstlerischen Wert des Denkmals waren, wurde die Figur des hl. Georg im zweiten Weltkrieg eingeschmolzen. Die Risse an der Säule waren bald so stark, dass die kurze Standzeit von 15 Jahren besiegelt war und man sie 1945 abriss.

 


Regimentsgedenksteine auf dem Hauptfriedhof in Trier

 

  • Die sieben Regimentsgedenksteine bestanden aus einem aus Ziegeln gemauerten Sockel mit Sims, darauf ein Marmorkreuz mit roter Inschrift. Ursprünglich standen sie an obigem Kriegerehrenmal. Einige der Steine haben heute eine Zusatztafel der Traditionsregimenter unter dem Sims.  

 


 

Die Inschriften sagen folgendes:

 

 

 

 

 

 

 

Der Regimentsstein damals und heute.

 

  •  Da die Regimentskreuze nach dem Abriss des Ehrenmals 1945 keinen Bezugspunkt mehr hatten, wurden sie 1964 auf den Trierer Hauptfriedhof versetzt. Ebenfalls ein neues Gefallenendenkmal wurde dort errichtet. Als Bezugspunkt dienen nun einfache weiße Kreuze.